Startschuss für Berichtssaison

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Mit der zu Ende gehenden Woche startete die Berichtssaison bei den US-Unternehmen so richtig
durch:
Gleich drei Großbanken veröffentlichten ihr Quartalsergebnisse und damit auch die Wertberichtigungen auf ausstehende Kredite. Man hatte schon einiges erwartet. Bei Wells Fargo wurden die Erwartungen verfehlt, der Verlust war mit 66 Cent pro Aktie um einiges höher als die erwarteten 13 Cent. Eine Rekordsumme von 9,5 Mrd. USD an neuen Rückstellungen für Kreditverluste hatte dazu geführt.

Aber auch bei Citibank und JP Morgan waren die dementsprechende Bilanzpositionen höher als Analysten es erwartet hatten. Umsatz und Gewinn lagen durch höhere Ergebnisbeiträge aus anderen Bereichen aber insgesamt über dem Marktkonsens. Wenn die US-Banken als Blaupause für den Rest der US-Unternehmen stehen, dann folgen nun volatile, möglicherweise richtungslose Wochen an den Märkten.

Negativ am Markt wurde die Nachricht aufgenommen, dass Kalifornien den Lockdown wegen neuer Covid-Fälle wieder verschärft. Gouverneur Gavin Newsom ordnete strengere Maßnahmen gegen die Pandemie an. In allen Landkreisen des bevölkerungsreichsten Bundesstaates müssen Bars, Kinos, Zoos und Museen schließen sowie Gaststätten ihre Bewirtung in geschlossenen Räumen einstellen. Besonders stark betroffene Kreise müssen zudem Kirchen, Fitnessstudios und Frisörläden dichtmachen.

Das größte Ertrags-Minus im Vergleich zum Vorquartal bzw. Vorjahr ist im Energiesektor zu erwarten, gefolgt von den Herstellern langlebiger Konsumgüter und dem verarbeitenden Gewerbe. Insgesamt sollte das zweite Quartal den Einbruch der großen Finanzkrise im ersten Quartal 2009 aber nicht toppen können. So weit – so gut. Im Fazit: Nachdem der USD zur Schwäche neigt, könnte sich sogar der „Risk on“-Modus durchsetzen.