Neue Höhenluft

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Nach einigem Hin und Her war es der geschilderte positive Ausgang des viertägigen EU-Gipfels zur Aufbauhilfe „Next Generation EU“, der einige europäische Indices – darunter den DAX – zu neuen Verlaufshöhen für die Zeit nach dem COVID-19 Crash führte. Bis jetzt konnten sie einigermaßen verteidigt werden.

Darüber hinaus konnte nun auch endlich der Euro sich von seiner starken Seite zeigen. Kurse um 1,1570 USD hatte der schon lange nicht mehr gesehen. Bislang hatte der Euro Mühe, seine
langfristige Aufwärtstrendlinie, beginnend (= umgerechnet) Mitte der 80iger Jahre, wo der Euro bei knapp 0,56 USD stand. Mit dem zweiten großen Kursverfall des Euro auf 0,80 USD im Jahr 2002 definierte sich eine Aufwärtstrendlinie, die der Euro nur in 2016 (1,03 USD) und in 2020 (1,07 USD) angekratzt hatte. Nun ist er wieder darüber.

Was kann man daraus ableiten? Historisch waren bislang Euro und Inflation zusammen mit den Rohstoffpreisen positiv korreliert. Bestätigt sich die Trendwende, müssten auch die Rohstoffpreise nach unten gut abgesichert sein. Das dürfte viele Titel im Sektor begünstigen.

Nach dem freitäglichen Optionsauslauf gab es nur Tauschoperationen an den Börsen, wovon Finanztitel und Energietitel profitieren konnten. Das alles passiert in einem relativ umsatzschwachen Zeitfenster, wie es typisch für den Urlaubsmonat Juli ist.

Erwartungsgemäß hat mit der Öffnung der Volkswirtschaften auch die Mobilität ihrer Bürger wieder zugenommen. Laut Apple-Daten läuft man heute mehr und man fährt mehr mit dem eigenen Wagen. Der öffentliche Nahverkehr jedoch bleibt in seiner Auslastung ein ganzes Stück unter den Zahlen von Januar und Februar. Angesichts der Pandemie ist das aber auch kein Wunder. Der Umfang der Autonutzung hat bereits den Stand vor Corona überschritten. Im Zeichen von höherer eigener Sicherheit dürfte sich das Verhalten auch noch in der Wintersaison fortsetzen.