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Der IWF schätzt wieder einmal.

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Aus Anlass seiner Jahrestragung zeitgleich mit dem G20-Gipfeltreffen hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für die Erholung der Weltwirtschaft korrigiert. Diesmal deutlich nach oben.

Konkret rechnet der IWF jetzt, dass das globale BIP in diesem Jahr um 4,4% zurückgeht. In seinem letzten halbjährlichen Bericht World Economic Outlook war er noch von einem Rückgang um 5,2% ausgegangen. Für das kommende Jahr rechnet der IWF sogar mit einer kräftigen Erholung um 5,2%. Ein ähnliches Bild lässt sich letztlich in allen wichtigen Wirtschaftsmärkten nachverfolgen.

So hatte der IWF ursprünglich mit einem Wirtschaftseinbruch von 8,1% für die Industrieländer gerechnet. Nun soll der Rückgang nur noch 5,8% betragen. Im kommenden Jahr stehen dann 3,9% plus auf der Prognosetabelle. Indes:

Diese Schätzungen können noch nicht einrechnen, was sich in den letzten Tagen an der CoronaFront getan hat. So zeigt sich der Fonds auch relativ zurückhaltend in seinen weiteren Ausführungen. Er rechne damit, dass die Erholung eher langsamer und „uneben“, übersetzt soll das wohl volatil heißen, verläuft. Wobei wir natürlich alle abschätzen können: Sollte sich die Politik zu einem erneuten Lockdown hinreißen lassen, wären die aktuellen Wachstumsprognosen, auch für das kommende Jahr, wohl nichts mehr wert.

Wobei man sicherlich aber auch differenzieren muss. Denn es gibt natürlich einige Märkte, die wohl Lockdowns um jeden Preis verhindern werden. Dazu zählen wir sicherlich China, Russland und mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch die USA. Europa sehen wir diesbezüglich eher als Wackel-Kandidaten. Wir befürchten, dass Deutschland, Spanien und Frankreich, aus welchen Gründen auch immer, diese wirtschaftliche Giftpille nehmen würden.

Fazit: Auf den ersten Blick unterstützt das generell positive Szenario des IWF sicherlich das, was wir den vergangenen Monaten an den Kapitalmärkten gesehen haben und was womöglich auch die angelaufene Berichtssaison liefern wird. Sollte allerdings die Wahrscheinlichkeit steigen, dass die Erholungsraten weitaus geringer ausfallen und länger brauchen, könnte es zu einer kräftigen realen Dimensionierung der Bewertungen kommen. Ob das einen erneuten Crash bedeuten kann, lassen wir dahingestellt. Vorsicht ist allemal geboten.